Erste Berliner Eichhörnchenbrücke in Friedrichshagen

Seit Anfang März gibt es in Friedrichshagen die erste Berliner Eichhörnchenbrücke. Wie auch schon in der Presse zu lesen war, ist dies die wohl preiswerteste Brücke Berlins. Hierzu wurde ein 40mm starkes Kunststofftau in einer Höhe von 9 m an zwei Bäumen der gegenüberliegenden Straßenseiten angebracht. Das Tau ist 21 m lang, überspannt nun den Müggelseedamm und soll den Eichhörnchen den Weg über die Straße ersparen.

In den letzten Jahren hat der Weg über die Straße wohl allzu vielen Eichhörnchen das Leben gekostet, da sie vor allem im Frühjahr und im Herbst mit dem Verstecken von Futter so sehr beschäftigt sind, dass sie dem Straßenverkehr keine Beachtung schenken. Häufig tauchen sie so kurzfristig auf der Straße auf, dass den Autofahrern keine Zeit zum Bremsen bleibt. Initiiert wurde das Ganze von der aktion tier – menschen für tiere e. V. und vom Grünflächenamt Treptow-Köpenick mit der Bereitstellung einer Hebebühne für die Installation des Seiles unterstützt.

Zum Anlocken der Tiere wurden an beiden Bäumen Futterkästen mit Nüssen angebracht. Um zu dokumentieren, wie oft das Seil genutzt wird, soll auch noch eine Videokamera installiert werden.

Ähnliche Projekte gibt es wohl in Longview in den USA, wo schon 1963 die erste Eichhörnchenbrücke entstand. Auch im schottischen Aberdeen nutzen Nager ein Tau, um über eine vierspurige Umgehungsstraße zu gelangen. In Deutschland gibt es das erste Hörnchenseil der Bundesrepublik in der ostwestfälischen Kleinstadt Vlotho.

Wir sind gespannt auf die ersten Bilder der Friedrichhagener Brückenbenutzer.

Ines Fürstenberg

Seit bereits 20 Jahren ist der grüne Bezirk Köpenick meine Wahlheimat. Hier faszinieren mich vor allem die Kombination von städtischem und grünem Wohnen. Den Wald und das Wasser vor der Haustür kann ich jederzeit Spaziergänge und Radtouren im Wald oder Ausflüge mit dem Kanu oder dem Segelboot auf den umliegenden Gewässern unternehmen. Es gibt in der näheren Umgebung ein umfangreiches Angebot an Geschäften, Restaurants und auch Kulturprogramme unterschiedlichster Art. Sehr schnell bin ich aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtzentrum von Berlin.

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